Berichte aus dem Leonardo-Projekt

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Unsere Zeit in Sevilla - LoG-IN 2011

Als wir unsere Ausbildung begannen, hatten wir noch keine Ahnung, dass wir 6 Wochen davon im Ausland verbringen würden. Seit Oktober bekamen wir einmal in der Woche Spanischunterricht bei Alexandra Wenzel und hatten so auch schon eine sehr gute Grundlage, um in der andalusischen Hauptstadt Sevilla klar zu kommen. Am 25. März 2011 ging es dann endlich los in die große weite Welt – Bad Zwischenahn. Da verbrachten wir eine Nacht bei Alex, um am nächsten Tag zumindest halbwegs ausgeruht und pünktlich am Flugplatz in Düsseldorf – Weeze zu sein. Als wir im Flugzeug saßen, konnten wir es kaum erwarten endlich ins Warme zu kommen. Vom Flughafen in Sevilla aus fuhren wir mit dem Bus ca. 35 Minuten ins Stadtinnere. Von dort aus machten wir uns schwer beladen mit unserem Gepäck auf die Suche nach unseren Unterkünften. Da wir alle in unterschiedlichen Richtungen wohnten sind wir jeder mit dem Taxi gefahren. Den ersten Abend haben wir uns in unseren Zimmern, oder wie Tjark in seiner Etage, eingelebt und lernten unsere Mitbewohner kennen. Am nächsten Tag trafen wir vier uns bei der Sprachschule Clic um dann zusammen die Stadt zu erkunden. Es war sehr warm, darum kauften wir uns in einem Supermarkt was zu trinken und setzten uns an den Fluss Guadalquivir, wo der Torre del Oro steht. An der Brücke wo es zum Stadtteil Triana geht, aßen wir echte spanische Churros mit Schokoladensauce. Allerdings waren sie sehr fettig weshalb sie nicht in unsere Top 10 der Lieblingsgerichte aufgenommen wurden. Gegen 17 Uhr sind wir zur Sprachschule gegangen, wo sonntags nachmittags für die Studenten geöffnet wird, die dort den Internetzugang nutzen.

Am Montag, den 28. März, fing dann unser zweiwöchiger Sprachkurs an. Wir waren alle in einer Klasse zusammen mit 2 weiteren deutschen, einem Japaner, einer Chinesin und einem Vietnamesen. Mit unserer Lehrerin – Sara – kamen wir super klar. Sie hat uns in den Unterricht richtig mit einbezogen. So spielten wir zum Beispiel mal  Pantomime mit Berufen, die auf Spanisch erraten werden mussten oder wir mussten uns untereinander auf Spanisch vorstellen. Durch die gute sprachliche Vorbereitung von Alex konnten wir sie schon ganz gut verstehen. Nach der Schule um 13 Uhr machten wir erst gemeinsam unsere Hausaufgaben und erkundeten dann weiter die Stadt. Wir waren im Archäologischen Museum, wo die Jungs viel schneller wieder draußen waren als Yassi und ich…welch Wunder. Außerdem waren wir am Plaza de España und im angrenzenden Parque de Maria Luisa, die beide zu meinen Lieblingsplätzen in Sevilla wurden. Abends sind wir in Ingrids Bierstube gegangen, einer deutschen Kneipe, wo wir das Fußballspiel Deutschland – Australien geguckt haben, welches wir leider 1:2 verloren…aber die Currywurst mit Pommes war sehr lecker ;)

An unserem ersten Freitag haben wir uns mit einigen aus unserer Klasse und deren Freunden bei Clic getroffen und sind dann in eine Flamenco Bar gegangen. Die Atmosphäre dort war echt unbeschreiblich! Die Flamenco Band, bestehend aus einem Gitarristen, einem Sänger und einer Tänzerin hatten beim Spielen so eine Leidenschaft, dass wir alle wie gebannt zusahen. Diese Flamenco Bar wurde nicht nur an den Wochenenden zu einem unserer Lieblingsorte. An dem Abend entdeckten wir auch eine Tapas Bar, die wir alle nur mit dem „Himmel auf Erden“ vergleichen konnten! Es gab dort so leckere Tapas dass wir mindestens drei Mal in der Woche dort waren. Die Kellner kannten uns zum Schluss schon.

In der zweiten Schulwoche bekamen wir eine neue Lehrerin – Rebeca. Schon bald hatten wir sie auch richtig gern und haben sie auch abends ab und zu getroffen. Leider mussten uns auch zwei Mitschüler, mit denen wir sehr viel unternommen haben, verlassen. Aber wir haben auch einen Deutschen und einen Schweizer dazu bekommen. Zwei Tage halfen wir uns nach der Schule gegenseitig unsere Praktikumsplätze zu finden. Die Sprachschule hat uns allen sehr gut gefallen und so war es schon ein komisches Gefühl, am letzten Schultag die Zeugnisse und das Zertifikat zu bekommen und sich – zumindest vorerst – von den anderen zu verabschieden. Aber trotzdem freuten wir uns auch auf unser Praktikum. Die ersten Arbeitstage haben wir alle ganz gut überstanden, nur leider konnten wir uns wegen unterschiedlicher Arbeitszeiten nicht mehr allzu oft  nach der Arbeit treffen. Am Donnerstag kamen dann Alex, Kirsten Hollmann und Hieke um uns zu besuchen, auf der Arbeit zu sehen wie es so läuft, den Chef kennen zu lernen und Fotos von uns während der Arbeit zu machen. Am Samstag fuhren wir mit Alex im gemieteten Auto außerhalb von Sevilla herum. Wir waren in einem riesigen Supermarkt und haben den Ort von der Feria gesehen. Abends haben Tjark, Christian, Yassi und ich ihnen „unsere“ Tapas Bar gezeigt und haben in der Peter Parker Bar etwas getrunken. Wir haben die Bar „Peter Parker Bar“ getauft, weil der Kellner (der deutsch war) so aussah wie Peter Parker aus Spiderman…zumindest für einen Teil von uns ;) Am Sonntag sind wir mit Kirsten nach Gibraltar gefahren. Gibraltar liegt im süd-osten Spaniens und direkt an der Nordseite der Meerenge „Straße von Gibraltar“. Von dort aus kann man bis nach Marokko sehen. Außerdem ist Gibraltar englisches Land. Wir sind mit einer Gondel auf den 426 Meter hohen „Gibraltar Rock“ gefahren. Dort oben gibt es viele Berberaffen, die man aber nicht füttern oder streicheln sollte. Auch mit iPhones oder roten Handtaschen sollte man bei den Affen aufpassen, wie es uns ein Tourist, der von einem Affen „angegriffen“ wurde, vormachte. Die Aussicht von ganz oben war super! Wir konnten den ganzen Hafen und das blaue Meer sehen. Auf der einen Seite war der Atlantik und auf der anderen Seite das Mittelmeer. Das war schon alles ziemlich spannend! Wieder heile unten angekommen waren wir noch im botanischen Garten und anschließend in Pizza Hut.

In der kommenden Woche war das spanische Fest Semana Santa. Da gibt es große Umzüge von Menschen, die in langen Gewändern mit einer spitz zulaufenden Kapuze laufen. Es gibt verschiedene Gruppen, die jeweils andere Farben der Gewänder haben, woran man die einzelnen Bruderschaften erkennt. Außerdem werden große „Pasos“ mit kostbar geschmückten Jesus und Marienstaturen getragen. Ganze Straßen werden extra für dieses Fest gesperrt, weshalb wir nach Hause oder zu Verabredungen immer viel mehr Zeit einrechnen musste weil man entweder durch die Menschenmassen keinen Durchweg gefunden hat oder sich – wie ich – dauernd in irgendwelchen fremden Gassen verlaufen hat. Letzten Endes sind wir jedoch immer irgendwie ans Ziel gekommen ;) Die gesamte Semana Santa Woche hat es ständig geregnet. In der Woche darauf wurde es endlich wieder richtig warm. Da Yassi und ich fast die gesamten vier Wochen Spätdienst hatten, trafen wir uns vormittags immer bei Clic und sind dort auf die wunderschöne Dachterrasse gegangen. Mittlerweile hatten wir schon ziemlich viele Lieblingsplätze, aber davon kann man auch nie genügend haben.

In der letzten Woche war auch die „Feria de Abril“, das sevillanische Fest, wo hunderte Festzelte auf dem riesigen Festplatz in Reihen aufgestellt werden und lange Lichterketten die Wege dazwischen schmücken. Die Sevillanerinnen tragen bunte Flamenco Kleider. Unter den tausenden Frauen gibt es kaum welche, die dasselbe Kleid tagen. Der Festplatz liegt in dem Stadtteil Triana. Dort wird dann eine Woche lang Tag und Nacht gefeiert.

Am Samstag, den 7. Mai hieß es dann leider schon wieder Adios Sevilla. Wir sind nachmittags wieder nach Weeze geflogen und von dort aus mit dem Bus direkt weiter zum Düsseldorfer Hauptbahnhof. Die ganze Nacht sind wir mit dem Zug durchgefahren, bis wir um 9 Uhr morgens mit dem Katamaran und vielen gemischten Gefühlen im Gepäck wieder nach Borkum fuhren. Die Nacht verging zum Glück viel schneller als wir dachten. Nach sechs Wochen waren wir doch ganz froh die Familie und Freunde wieder zu sehen. Doch in dieser Zeit haben wir so viel gelernt. Wir haben nun spanisch-Kenntnisse und sind selbstständiger geworden. Wir haben viele neue Freunde gefunden und bekamen einen Einblick in die Arbeitswelt im Ausland. Wir sind mit vielen guten und auch nicht so guten, witzigen und spannenden Erinnerungen wieder gekommen und wir werden garantiert noch oft an diese Zeit zurück denken. Vielen lieben Dank von uns nochmal an Alex, die uns wirklich gut vorbereitet und betreut hat. Ebenso an Kirsten und Herrn Hollmann. Natürlich danken wir auch Frau Paulmann vom Niedersächsischen Kultusministerium, durch die das Leonardo Da Vinci Projekt erst nach Borkum gekommen ist.

 

Yassi, Tjark, Christian und Hinrika

 

 

Sprachschule

9. April 2011
Yasemin, Hinrika, Christian und Tjark sind gut in Sevilla angekommen. Sie fühlen sich gut vorbereitet und konnten sich gleich in Sevilla zurechtfinden. Die Sprachschule gefällt allen sehr gut. Jetzt sind sie gespannt auf die Betriebe.

Unter Palmen ...

... auf der Dachterrasse der Sprachschule ...

... und in internationaler Gemeinschaft beim Lernen.

 


 

Mitte April

haben sich die Leonardo da Vinci-TeilnehmerInnen in ihren andalusischen Arbeitsumgebungen eingefunden. Man beachte die glücklichen Gesichter

Hinrika in der Flamencoschule                                                                  Yasemin in der Jugendherberge

Christian in der Sprachschule                                                              Tjark mit einem Malerkollegen